Tätigkeitsbericht 2025
Für insgesamt sechs Tage wurde eine Hebebühne ausgeliehen. An 18 verschiedenen Standorten wurde bei Privathäusern Taubenabwehr angebracht, wobei die Arbeiten gegen eine freiwillige Spende durchgeführt wurden. Außerdem fanden die Jahreshauptversammlung sowie zwei weitere Sitzungen der Vereinsmitglieder statt.
Im Jänner erschien in der Tageszeitung ein Bericht über den Taubenschlag. Außerdem war ein Filmteam der RAI vor Ort, das einen Beitrag für das Fernsehen produzierte.
Franz Innerhofer ist als neues Vereinsmitglied dazugekommen und übernimmt das Füttern im Kindergarten.
Im Juni machten drei Pfaue Lana unsicher. Mehrere Tage lang waren sie zunächst gemeinsam und später auch einzeln unterwegs. Zwei der Pfaue konnten eingefangen werden, einer von uns und einer vom Besitzer. Der Verbleib des dritten Pfaus ist unbekannt.
Vom 7. bis 9. August fand unser Ausflug nach Weimar statt. Insgesamt nahmen sieben Personen daran teil, darunter Nicol Taber von der Gemeinde Meran, die sich vor Ort über die Taubenschläge in Weimar informierte, um Erkenntnisse für ein geplantes Projekt in Meran zu sammeln.
Anna und Ernst haben die Gemeinde Meran bei mehreren Treffen hinsichtlich eines möglichen Taubenschlags im Bereich des Bahnhofs beraten. Leider wurden bislang zwei vorgeschlagene Standorte verworfen. Aktuell gibt es noch keine geeignete Alternative.
Seit Oktober ist Sarah Strickner neues Mitglied unseres Vereins. Sie übernimmt Arbeiten im Kindergarten sowie im Taubenschlag an der Falschauer.
Ende Oktober und Anfang November traten im Taubenschlag an der Falschauer bei einigen Tieren Erkrankungen auf, an denen die betroffenen Tauben schließlich verendeten. Eine der verendeten Tauben wurde zur Untersuchung nach Bozen gebracht. Das Institut für Tierseuchenbekämpfung stellte eine fibrinöse Perikarditis sowie eine Enteritis catarrhalis fest, also eine fibrinöse Herzbeutelentzündung und eine katarrhalische Darmentzündung. Hinweise auf Vogelgrippe oder eine vergleichbare ansteckende Erkrankung ergaben sich nicht.
Im November befreiten Othmar und Ernst den Glockenturm der St.-Peter-Kirche von Taubenkot. Die südseitige Öffnung sollte dort künftig mit einem Gitter verschlossen werden, um das erneute Eindringen von Tauben zu verhindern.
Am 10. Dezember waren wir wieder in Oberlana zum traditionellen Besuch und Taubenplausch beim Glühweinstand.
| 2025 | Austausch Taubeneier |
|---|---|
| Erzherzog Eugen | 272 |
| Falschauer | 390 |
| Rathaus | 94 |
| Gesamt | 756 |
| Anzahl Tauben in den Schlägen | |
|---|---|
| Erzherzog Eugen | 60 |
| Falschauer | 70 |
| Rathaus | 30 |
| Verendete Tiere | |
|---|---|
| Erzherzog Eugen | 1 |
| Falschauer | 12 |
| Rathaus | – |
| Betreuung in Stunden | Stunden |
|---|---|
| Erzherzog Eugen | 208 Std |
| Falschauer | 208 Std |
| Rathaus | 104 Std |
| Gesamt | 510 Std |
| Betreuung der Schläge | Futter | Abfall |
|---|---|---|
| Erzherzog Eugen | 1.040 kg | 420 kg |
| Falschauer | 1.144 kg | 470 kg |
| Rathaus | 520 kg | 210 kg |
| Gesamt | 2.704 Kg | 1.100 Kg |
Tätigkeitsbericht 2024
Das Jahr 2024 begann mit unserem ersten Taubenschlag im Kindergarten. Um weitere Tauben anzulocken, wurden beim Einflug regelmäßig Körner ausgelegt. Dies funktionierte bereits gut, das ausgelegte Futter wurde zuverlässig angenommen. Am 6. Jänner wurden außerdem die Locktauben im Taubenschlag an der Falschauer eingesetzt.
Im Laufe des Jänners wurde der Falschauerschlag weiter vervollständigt. Die Locktauben hielten sich zunächst im verschlossenen Nebenraum auf und wurden alle zwei Tage gefüttert. Der Taubenschlag im Kindergarten wurde ab dem 24. Jänner für die Tauben geöffnet und schon bald kamen vereinzelt weitere Tiere hinzu. Nach der Fertigstellung des Zugangs zum Falschauerschlag war auch allen Vereinsmitgliedern ein sicherer Zugang möglich.
Am 19. Februar gab es im Taubenschlag an der Falschauer den ersten Nachwuchs. Damit zeigte sich, dass der neue Schlag von den Tauben angenommen wurde und funktionierte.
Nach den ersten beiden Monaten konnten wir folgende Bilanz ziehen:
- Taubenschlag Kindergarten: 9 Locktauben, 2 zugewanderte Tauben, 9 getauschte Eier, 2 befruchtete Eier, 1 Küken, rund 50 kg verfüttertes Futter und 50 Liter bereitgestelltes Wasser.
- Taubenschlag Falschauer: 9 Locktauben, 2 getauschte Eier und 2 befruchtete Eier. Der Schlag und die Brutstätten waren zu diesem Zeitpunkt vollständig fertiggestellt.
Anfang März wurde auch der Falschauerschlag geöffnet. Am 8. März kam eine zuvor eingefangene Taube hinzu, die anschließend im Schlag blieb. Ende März ging unsere Internetseite mit ersten Informationen zum Verein und zu unserer Tätigkeit online.
Im Taubenschlag im Kindergarten waren inzwischen zwei Küken geschlüpft, während auch im Falschauerschlag immer mehr Tauben hinzukamen. Im Kindergarten mussten außerdem einige Tauben vom Dachboden ausgesperrt werden. Der Dachboden wurde auf mögliche Einflugstellen kontrolliert und diese konnten erfolgreich geschlossen werden.
Im Dachbodenschlag kam es anschließend zu einer schweren PMV-Welle, durch die fast drei Viertel der zugeflogenen Tauben verendeten. Auch drei im Schlag geschlüpfte Jungvögel sowie eine beringte Taube starben. Die zuvor erreichte Höchstzahl von beinahe 20 Tieren reduzierte sich dadurch deutlich. Am 19. April wurde nach einer tierärztlichen Untersuchung das Paramyxovirus bestätigt. Nach etwa fünf Wochen war die Krankheitswelle überstanden. Der Taubenschlag an der Falschauer war davon nicht betroffen. Eine Impfung wurde in Betracht gezogen, ist in Italien jedoch nur schwierig umzusetzen.
Am 14. Mai fand die Jahreshauptversammlung statt. Ebenfalls im Mai gestaltete Karin unser Vereinslogo. Es wurde anschließend in den Briefkopf integriert und soll auch auf der geplanten Anschlagtafel beim Falschauerschlag angebracht werden.
Seit Juli ist die Brücke zum Zugang des Falschauerschlags dank der Mitarbeiter des Bauhofs Lana mit einem zusätzlichen Türchen versehen. Dadurch konnte der Zugang noch sicherer gestaltet werden.
Nach der Ausstrahlung eines Berichtes auf STOL erschienen weitere Beiträge in der Zeitung. Außerdem berichtete die RAI in ihrem Tiermagazin „Pluto“ über unser Projekt.
Ab August wurden beide Taubenschläge vom Tierärztlichen Dienst positiv bewertet. Damit waren auch die notwendigen Voraussetzungen für unsere Tätigkeit als Verein erfüllt. Interesse an unserem Projekt zeigten inzwischen auch die Gemeinden Meran und Brixen, von denen Anfragen zu unseren Taubenschlägen eingingen.
Beim traditionellen Böllern zu Maria Geburt zeigte sich, dass die Tauben im Falschauerschlag trotz der unmittelbaren Nähe und des starken Lärms weder auffällig noch verängstigt reagierten.
Im September besuchte uns Melissa vom Verein Stadttaubenhilfe Weimar e. V. gemeinsam mit ihrem Partner. Während ihres dreitägigen Aufenthalts konnten wir ihnen unsere Taubenschläge vorstellen. Da Melissa zum ersten Mal in Südtirol war, nutzten wir die Gelegenheit außerdem, ihr einiges von unserem Land zu zeigen.
Im Oktober begannen die Arbeiten für unseren dritten Taubenschlag im Gemeindehaus. Nach einer positiven Anfrage beim Gemeindeausschuss konnte dort ein weiterer geeigneter Standort gefunden werden.
Ab November wurden sieben Locktauben für den neuen Gemeindeschlag in einer separaten Voliere im Kindergarten gehalten. Zwei dieser Tauben stammen aus Lana. Eine davon war im Oktober verletzt von Rudi aufgefunden worden.
Am 23. Dezember wurden die Locktauben schließlich in den neuen Taubenschlag im Gemeindehaus eingesetzt. Bereits am darauffolgenden Tag wurde die Eröffnung beim Glühweinstand am Rathausplatz gebührend gefeiert.
Im Laufe des Jahres wurden uns außerdem bei verschiedenen Nesträumungen insgesamt sechs Küken anvertraut. Sie wurden in unseren Taubenschlägen untergebracht und konnten alle erfolgreich von den dortigen Tauben aufgezogen werden.
Ein besonderer Dank gilt den Betreuerinnen und Betreuern der einzelnen Taubenschläge, die sich zuverlässig um die Fütterung und Reinigung kümmern: Daniela und Luis beim Taubenschlag Erzherzog Eugen, Daniela und Helmuth beim Taubenschlag an der Falschauer sowie Luis beim neuen Taubenschlag im Rathaus.
Ein weiterer großer Dank gilt Anna, die uns stets tatkräftig unterstützt und uns insbesondere bei verletzten oder erkrankten Tieren mit Rat und Hilfe zur Seite steht.
Die ausgetauschten Taubeneier werden als Tierfutter weiterverwendet und an einen Hund in Lana verfüttert. Der bei der Betreuung der Taubenschläge anfallende Abfall wird über den Bauhof der Gemeinde Lana entsorgt. Das benötigte Taubenfutter beziehen wir bei der Firma Beikircher in Lana.
Bei der Errichtung und Ausstattung der Taubenschläge gilt ein besonderer Dank Othmar für seinen großen Einsatz. Finanziert wurden die Schläge teilweise durch Beiträge der Gemeinde Lana und der Raiffeisenkasse Lana. Auch der Gemeindebauhof unterstützte uns tatkräftig mit Material sowie verschiedenen Vorarbeiten.
Die Holzkonstruktionen und Brutstätten wurden bei der Zimmerei Zuech bzw. bei Lockhaus GmbH angekauft. Für die einzelnen Taubenschläge entstanden dabei folgende Kosten:
- Taubenschlag Erzherzog Eugen: 1.402,11 €
- Taubenschlag Falschauer: 8.680,63 €
- Taubenschlag Rathaus: 897,07 €
Seit Juli 2024 sind der Verein und seine Mitglieder durch eine Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung abgesichert.
Im November wurde zudem bei der Autonomen Provinz Bozen um einen Beitrag für den Tierschutz angesucht.
| 2024 | Austausch Taubeneier |
|---|---|
| Erzherzog Eugen | 80 |
| Falschauer | 82 |
| Rathaus | 2 |
| Gesamt | 164 |
| Zugänge in den Schlägen | Locktauben | Externe |
|---|---|---|
| Erzherzog Eugen | 10 | 25 |
| Falschauer | 10 | 30 |
| Rathaus | 7 | 1 |
| Verendete Tiere* | Locktauben | Externe |
|---|---|---|
| Erzherzog Eugen | 1 | 21 |
| Falschauer | – | – |
| Rathaus | – | – |
*16 Tiere davon an PMV (Paramyxovirose)
| Betreuung in Stunden | Stunden |
|---|---|
| Erzherzog Eugen | 208 Std |
| Falschauer | 208 Std |
| Rathaus | 6 Std |
| Gesamt | 422 Std |
| Betreuung der Schläge | Futter | Abfall |
|---|---|---|
| Erzherzog Eugen | 750 kg | 360 kg |
| Falschauer | 725 kg | 240 kg |
| Rathaus | 25 kg | |
| Gesamt | 1.500 Kg | 600 Kg |
Tätigkeitsbericht 2023
Das Konzept zeigt bereits Wirkung: beide Taubenschläge wurden von den Tieren angenommen.
Im Kindergartenschlag wurden zehn Locktauben eingesetzt, im Taubenschlag an der Falschauer neun. Insgesamt konnten bereits 43 Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden, davon 30 im Dachbodenschlag im Kindergarten und 13 im Falschauerschlag. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Dachbodenschlag bereits länger geöffnet ist.
Durch kleinere Schlupflöcher gelingt es einzelnen Tauben nach wie vor, in Bereiche des Dachbodens zu gelangen, die nicht dafür vorgesehen sind. Diese Zugänge sollen nach und nach so weit wie notwendig verschlossen werden.
Im Falschauerschlag haben sich bereits einige neue Tauben dauerhaft niedergelassen. Zusätzlich kommen zahlreiche weitere Tiere regelmäßig zum Fressen. Dies ist ein positives Zeichen, da es zeigt, dass der Taubenschlag von der örtlichen Population entdeckt und angenommen wird.
Viele Tauben brüten derzeit noch in einem Gebäude, das zum Abriss vorgesehen ist. Durch den bevorstehenden Abriss werden sich diese Tiere einen neuen Aufenthalts- und Brutplatz suchen müssen. Es ist daher davon auszugehen, dass künftig weitere Tauben den Falschauerschlag annehmen werden.
